#81 Piaggio - Mehr als nur Vespa: Die Geschichte eines globalen Zweirad-Giganten
Shownotes
Wer im Sommer die Augen offenhält – egal ob in den engen Gassen einer italienischen Küstenstadt oder an einer viel befahrenen Ampel in der deutschen Großstadt –, stößt unweigerlich auf ein absolutes Kultsymbol der Straße: einen formschönen, eleganten Motorroller mit einer unverkennbaren Wespentaille. Die Vespa ist heute viel mehr als nur ein praktisches Fortbewegungsmittel; sie ist ein globales Synonym für Freiheit, Stil und das unbeschwerte Lebensgefühl der „Dolce Vita“. Hinter der glänzenden Blechkarosserie dieser Design-Ikone verbirgt sich eine spannende Unternehmensgeschichte der modernen Industrie.
In dieser Episode reisen wir zurück ins Jahr 1882, als ein einfaches Holzlager bei Genua den Grundstein für das heutige Imperium von Piaggio legte. Wir blicken auf die Anfänge des Familienunternehmens Piaggio, das seine Reise kurioserweise mit luxuriösen Schiffsausstattungen, Lokomotiven und schließlich kriegswichtigen Militärbombern begann. Wir schauen auf die Geburtsstunde der Vespa im Jahr 1946 – entworfen von einem genialen Flugzeugkonstrukteur, der Motorräder eigentlich abgrundtief hasste und schauen auf Jahrzehnte des Erfolgs aber auch wirtschaftlicher Schwierigkeiten.
Viel Spaß mit Folge 81 von Unternehmen dieser Welt: Piaggio - Mehr als nur Vespa: Die Geschichte eines globalen Zweirad-Giganten
📩 Du hast Ideen, Feedback oder Fragen? Dann schick mir gern eine Mail an: unternehmendieserWelt@eclipso.de Oder melde dich bei mir auf LinkedIn: www.linkedin.com/in/michel-sellhorn
Gib Stimmen ein Zuhause mit SoundCookie dem physischen Audio-Gästebuch im Cookie Format: https://soundcookie.de/
Weiterführende Links zur Folge: Website der Piaggio Group: https://www.piaggiogroup.com/
Geschäftsbericht und Kennzahlen: https://www.piaggiogroup.com/en/archive/investor/results
75 Jahre Vespa: https://www.deutschlandfunk.de/75-jahre-vespa-patent-italiens-knatternde-erfolgsgeschichte-100.html
Transkript anzeigen
00:00:08: Wir befinden uns im Jahr two-tausendachzehn.
00:00:11: Gemeinsam mit drei Freunden brause ich mit unseren gemieteten Motorrollern über die Inse Bali.
00:00:16: Der Grund?
00:00:17: Dort habe ich mein Auslandssemester verbracht.
00:00:19: Was von manch böser Zunge als Kokosnusssemester abgetan wird, behandle ich in dieser Episode genauso wenig wie die Tatsache dass meine erste Rollerfahrt mit einem Aufprall gegen eine Steinwand endete Denn ich will viel mehr über das Freiheitsgefühl sprechen Das einem die Fahrten mit einem Roller gibt Der Wind der durch die Haare weht Die warme Luft die einen umgibt und das direkte Fahrgefühl.
00:00:42: Natürlich, das sind optimale Bedingungen aber ich würde mich auch nie bald drei Grad und Regen auf ein Roller setzen.
00:00:48: Rollerfahren?
00:00:49: Das soll sich für mich wie Deutsche Vita anfühlen!
00:00:53: Und deutsche Vita ist unser Stichwort.
00:00:55: Denn wir schauen heute hinter die Kulissen des italienischen Unternehmens Piaggio.
00:01:00: Piaggio-Krafträder haben in Deutschland einen Marktanteil von circa zehn Prozent was etwa vierhundertachtzigtausend zugelassenen Krafträdern entspricht Und neben den Marken Aprilia, Derby oder Moto Guzzi ist es vor allem die Vespa, die für viele der Inbegriff des Motorrollers ist.
00:01:17: Lasst uns also keine Zeit verlieren und auf die Geschichte das Geschäftsmodell und die Zukunft der Piagio-Gruppe schauen!
00:01:24: Und damit viel Spaß bei Folge eighty-one von Unternehmen dieser Welt.
00:01:29: Piaggio – mehr als nur Vespar Die Geschichte eines globalen Zweiradgiganten Um zu verstehen, wie aus einer anfänglichen Holzhandlung ein weltweit agierender Motorradhersteller geworden ist müssen wir weit zurückreisen.
00:01:49: Und zwar ins Jahr eighteenundatzeinachtzig.
00:01:52: Schauplatz ist Zest-Giponente was bei Genua und damit im Norden Italiens liegt.
00:01:57: Hier kauft einen gewissen Engeko Piaggio ein Stück Land um ein Holzlager zu errichten.
00:02:03: Doch sein Sohn der gerade einmal zwanzigjährige Rinaldo Piaggio hat weitaus größere Pläne.
00:02:09: Pinaldo gründet, dass Unternehmen Piaggio und stützt sich direkt in den Schiffsbau.
00:02:15: Denn zur damaligen Zeit modernisiert Italien seine Werften und Ginaldo stattet fortan Schiffe mit Holzteilen aus.
00:02:22: – aber damit nicht genug!
00:02:24: Denn der junge Unternehmer ist ein Visionär, der dort hingeht wo die Zukunft liegt unter Geld verdienen kann.
00:02:31: Als also das italienische Eisenbahnnetzger Sand wächst, fackelt er nicht lange und baut Eisenbahnwaggons.
00:02:37: Für diese Tätigkeit versammelt er ein Team aus herausragenden Ingenieuren um sich.
00:02:41: Und als im frühen zwanzigsten Jahrhundert die Luftfahrt an Bedeutung gewinnt, geht damit sein Angestellten den nächsten logischen Schritt.
00:02:49: Ab hier baut Piaggio Flugzeuge.
00:02:52: Dafür zieht das Unternehmen in ein neues Werk nach Pontedera – was in der Provinz Pisa liegt!
00:02:58: Dort schlägt bis heute das Herz des Konzerns.
00:03:02: Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges und vom Wettküsten vor dem Zweiten Weltkrig profitiert Piaggio mit dem Bau von Militärbombon- und Triebwerken enorm.
00:03:10: Und als Ginaldo, in der Dreißig stirbt übernehmen seine Söhne Armando unter Enriqueco das Steuer eines erfolgreichen italienischen Unternehmens.
00:03:19: Doch dann kommt der Zweite Weltkiel.
00:03:21: Und weil das Hauptwerk ein Pontedera kriegswichtige Bomber baut wird es zum primären Ziel die Alliierten.
00:03:28: Im August nineteen-hundertdrehenvierzig liegen alliierte Bomber das Stammwerk komplett in Schutt und Asche.
00:03:34: Piaggio steht damit vor dem Nichts.
00:03:37: Zusätzlich verbieten die Siegermächte Italien nach nineteen-hunzehnundvierzzig jegliche militärische Luftfahrtproduktionen.
00:03:44: Kurzum, Die Familie hat eine riesige zerstörte Fabrik aber keine Produkte mehr.
00:03:51: Doch an diesem Tiefpunkt erkennt Enrico Piaggio ein ganz neues Bedürfnis der Bevölkerung!
00:03:57: Die Menschen im zerstörten Italien brauchen ein billiges, einfaches Fortbewegungsmittel um das Land wieder aufzubauen.
00:04:04: Daraufhin entwickelt er mit dem verbliebenen Geld und einigen Ingenieuren einen Prototypen die MP-V Ein Motorroller der intern liebevoll Paparino also Donald Duck genannt wird.
00:04:17: Doch Enrico gefällt der Motorroller überhaupt nicht Zu unpraktisch und zu klobig.
00:04:23: Also holt ein Flugzeugkonstrukteur ins Boot Corradino d'Asanio Das Kuriose?
00:04:30: Das Sarnio-Hastmotorräder.
00:04:32: Er findet sie unergonomisch, dreckig, wartungsintensiv und der Radwechsel ist für ihn eine absolute Qual!
00:04:39: Und genau das ist es was den Durchbruch bringt Denn der Flugzeugkonstrukteur wirft das klassische Motorradkonzept über den Haufen und wendet radikale Prinzipien aus dem Flugzeugbau an.
00:04:50: Dafür konstruiert er eine selbstgagene Karosserie aus gepresstem Stahlblech.
00:04:55: Es gibt kein hohen Mitteltunnel mehr.
00:04:57: Stattdessen kann man einfach und bequem durchsteigen, was es auch für Frauen in Röcken perfekt fahrbar macht.
00:05:02: Und die Vordergabe?
00:05:04: Die baut er wie bei einem Flugzeugfahrwerk so dass man das Rad im Handumdrehen wechseln kann... ...und den Motor setzt der direkt an das Hinterrad!
00:05:12: Keine Kette die reißen kann kein offenes Öl keinen Schmutz.
00:05:17: Als Enrico Piaggio das fertige Ergebnis sieht ruft er begeistert aus Sembrauna Vespa.
00:05:22: Das sieht aus wie eine Vespe und der Name Vesba ist geboren.
00:05:42: Das ist fast ein ganzes Jahresgehalt für einen durchschnittlichen Arbeiter.
00:05:53: Und damit stellt sich die Frage, wie bringt man die Leute trotzdem dazu, die VESPA zu kaufen?
00:05:58: Dafür hält Enrico Piaggio einen genialen Marketing-Schachzug bereit.
00:06:03: Er führt als einer der ersten systematisch die Gartenzahlung ein.
00:06:07: Die Vespa ist damit auf einen Schlag für fast jeden bezahlbar.
00:06:11: Und der Erfolg ist gigantisch!
00:06:14: So wird die Vespar auch weit über die Grenzen Italiens zum weltweiten Symbol für Freiheit und das neue Deutsche Wieter.
00:06:21: Dazu trägt auch der Hollywood-Klassiker ein Herz und eine Krone mit Audrey Hepburn und Gregory Peck bei.
00:06:28: Im Film düsen sie beiden auf einer Vesper durch Rom, bis heute spielt die Vesper in mir als einhundertfünfzig Filmen mindestens eine Nebenrolle.
00:06:37: Doch auch wenn die Vespa schon früh über Italien hinaus beliebt ist, machen Piaggio hohe Importzölle beim Verkauf ins Ausland zu schaffen.
00:06:44: Denn damals gibt es noch keine EU und damit kein Handelsabkommen, die einen kostengünstigen Import erlauben.
00:06:52: Um diese Importbarrieren zum Gehen vergibt Piaggio ab nineteenhundertneunundvierzig Lizenzen ins Auslands.
00:06:59: In Deutschland erhalten die Hofmannwerke die Lizenz zur Fertigung – ein gießen Erfolg!
00:07:05: Denn schon bevor die Werkshallen in Lindtorf und Nordrhein-Westfalen fertiggestellt sind, ist die Jahresproduktion von knapp zehntausend Motorrollern für das Jahr nineteenhundertfünfzig ausverkauft.
00:07:16: Wohlgemerkt fünf Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges!
00:07:20: Die Vespa ist ein Riesenerfolg – doch mit dem steigenden Wirtschaftswachstum ab Mitte der neunzehnhundetfünftziger Jahre sieht es Management dass die Menschen vermehrt von zwei auf vier Gädern umsteigen.
00:07:32: Daraufhin stattet das Projekt Vespa-Fierhundert.
00:07:36: Ein Kleinstwagen, der im September nineteenhundert fünfzehnundfünfzig vorgestellt wird.
00:07:41: und Kleinstwagen trifft es gut – denn hier sind ein paar Rahmendaten.
00:07:45: Bei der VESPA Fierhundert handelt es sich um einen zwei Meter achtzig langen Skabriolekupe mit einem Fallschiebedach.
00:07:52: Im Heckschnitt ein luftgekühlter Zweizylinder Zweitackmotor mit seinen vierzen PS und das ganze Vehikel wiegt federleichte dreihundertsechzig Kilo und läuft mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu neunzig kmh.
00:08:04: Und aufgepasst, das Auto ist ein Viersitzer!
00:08:08: Zwar sagt Piaggio selbst dass die hinteren ungepolsterten Sitze sich nur für Kleinkindereignen.
00:08:14: dennoch bin ich mehr als erstaunt wie ambitioniert man damals geplant hat.
00:08:19: Zum Vergleich Ein Smartfortu der aktuellen Generation ist zwei Meter siebzig lang Sprich nur zehn Zentimeter kürzer als der Vespa vierhundert.
00:08:28: Aber hier sollen eben auch nur zwei Personen drin sitzen und keine vier.
00:08:33: Der Vespa-Fierhundert wird zwischen nineteenhundert, fünfzig bis neunzehnhunderteinundsechzig knapp dreißigtausendmal gebaut und vor allem in Frankreich und Belgien verkauft.
00:08:42: Das liegt daran das Parallel zum eigenen Auto der fiert nur war fünfhundert in Italien vorgestellt wird.
00:08:49: Piatio rechnet sich in der Folge nur Außenseiterchancen für das eigene Auto aus und entschliesst sich früh dazu den Vespar Fierhundert ausschließlich im französischen Werk zu produzieren.
00:08:59: Doch schon nach knapp vier Jahren begriebt man den Ausflug in die Automobilwelt und fokussiert sich wieder auf zwei Ergäder, wo man deutlich mehr Erfolg hat.
00:09:08: Denn um die Dimension einmal einzuordnen... Während der VESPA-Fürhundert zwischen nineteen Hundert, fünfzig bis neunzehnhunderteinundsechzig um die dreißigtausendmal gebaut wird produziert FIA zwischen nineteen hundert,fünfzig bis naunzehundertsiebzig umdie drei Komma sieben Millionen Fiat fünfhundert.
00:09:35: Wir schreiben das Jahr nineteen hunderteineunundfünfzig Ein Jahr, in dem bei Piaggio eine völlig neue Ära anbricht.
00:09:42: Die Aknelli-Familie – die Eigentümer hinterfiert – übernimmt die Kontrolle über Piaggio und das ist nicht nur reines Business sondern auch eine echte Familiensaga.
00:09:52: Denn im selben Jahr herraten Antonella Piaggio & Umberto Aknelly.
00:09:57: Umbertau übernimm nach den plötzlichen Tod von Enrico Piaggio im Jahr nineteenhundertsechzig die Präsidentschaft von Piaggio.
00:10:05: Unter seiner E-Gide bringt das Unternehmen in den letzten Jahren ein Fahrzeug heraus, das vermutlich viele von euch schon einmal gesehen haben.
00:10:15: Das MOFA wird mit über drei Komma fünf Millionen verkauften Einheiten ein absoluter Kassenschlager.
00:10:21: und wenn es bei dem Namen nicht die geklickt macht keine Sorge hier eine kleine Gedankenstütze denn wenn bei euch an der Schule damals einen MOFA Führerschein angeboten worden ist so wie es bei mir der Fall war dann ist die Chance mehr als hoch, dass die Chao das Vehikel der Wahl gewesen ist.
00:10:37: Die Piagio Chao ist quasi der Prototyp MOFA und auch wenn meine Wenigkeit nicht in den Genuss gekommen ist mit der Chao zu fahren, so prägt das Zweirad eine Generation von Jugendlichen und begründet eine riesige Tuning-Kultur.
00:10:50: Kleinere Firmen beginnen sogar eigens für das Modell Hochleistungsmotoren & Kurbelgehäuse zu entwickeln um die winzigen Triebwerke bis ans Limit zu tunen.
00:10:59: Um aber auch ohne Zugaufteile Geschwindigkeit auf die Straße zu bringen kauft Piaggio, den ebenfalls italienischen Motorradhersteller Gilaire auf.
00:11:09: Von der Vespa – die bis dahin schon einige Facelifts erhalten hat – wurden bis zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als fünf Millionen Einheiten gebaut und der Vollständigkeit halber möchte ich an dieser Stelle auch noch einmal erwähnen dass der Luftfahrtbereich Piagios im Jahr nineteenhundertsechzig endgültig abgestoßen worden ist.
00:11:27: Die Piaggio Aerospace hatte im Jahr zwei tausend achtzehn das erste Mal Insolvenz angemeldet wurde dann aber übernommen und gehört mittlerweile zum türkischen Rüstungsunternehmen Baikar.
00:11:37: Und Inservenz ist ein gutes Stichwort, denn auch wenn Piagio über die nächsten Jahre erfolgreich Westbars verkauft – und mit der Piaggio-Ape ebenfalls einen sehr erfolgreichen Dreirät gegen Kleintransporter im Programm hat, der von vielen Händlern als Dusttransportmittel schlecht hingenutzt wird, werden die Umsätze immer kleiner!
00:11:57: Das liegt daran, dass Anfang der neunziger Jahre immer mehr billige Konkurrenz aus Asien auf den Markt kommt.
00:12:03: Parallel dazu ist die eigene Modellpalette veraltet und die strenger werdenden Umweltauflagen machen den klassischen Zweitack dann das Leben schwer.
00:12:12: In der Folge kommt es zu einem Wechsel an der Führungsspitze.
00:12:15: Giovanni Agnelli, der Sohn von Antonella Piaggio und Umberto Agnelly übernimmt ab.
00:12:23: Mit nur neunundzwanzig Jahren leitet er bei Piagio eine tiefgreifende Sanierung ein.
00:12:28: Er senkt Kosten, modernisiert die Ausbildung und bringt in nineteenhundertsechsenneunzig die komplett neue Vespa-ET-Serie auf den Markt.
00:12:37: Diese Maßnahmen werden zur Rettung für die Marke – und damit die Firma!
00:12:41: Und mehr noch?
00:12:42: Man gründet auch in Indien einen Joint Venture um lokal zu produzieren und vom Wachstum der Region zu profitieren.
00:12:49: Doch mitten in dieser Aufholjagd schlägt das Schicksal gnadenlos zu.
00:12:53: Giovanni Agnelli stirbt im Alter von nur dreientheißig Jahren, in Dezember nineteenhundertseinundneunzig an einer extrem seltenen Krebsaat.
00:13:01: Piaggio gerät daraufhin völlig ins Schlingern!
00:13:04: Inmitten dieser Krise übernimmt die Deutsche Bank, neunzehnhundertneunzig, über ihre Tochtergesellschaft Morgan-Greenfell, achtzig Prozent der Anteile für eins Komma drei fünf Billionen Lire.
00:13:14: Das entspricht heute um die Eins Komma Eins Milliarden Euro.
00:13:18: Doch die neuen Eigner haben kein glückliches Händchen.
00:13:21: Ein geplantes joint venture in China scheitert und verschlingt Unmengen an Kapital.
00:13:26: Zudem investiert Piagio € fifteen Millionen Euro in ein neues Motorradprojekt, das nach dem Bau eines einzigen Prototyps komplett eingestampft wird.
00:13:35: Die Quittung für eben jene Misswirtschaft folgt Ende twohntausendzwei.
00:13:40: Piaggio hat eine Nettoverschuldung von fünfhundert siebenundsiebzig Millionen Euro bei einem Jahresumsatz von gerade einmal neunhundertvierzig Millionen Euro.
00:13:48: Der Nettoverlust in diesem Kalenderjahr beläuft sich auf onehundertundzwanzig Millionen Euro.
00:13:54: Oder anders ausgedrückt, das Unternehmen steht unmittelbar vor dem Bankrott.
00:14:10: Oktober zwei-tausenddrei Die italienische Saniera Roberto Cullanino investiert über seine Beteiligungsgesellschaft IMSI einhundert Millionen Euro in den italienischen Zweiradhersteller Piaggio und dominant die Führung.
00:14:24: Er baut den Konzern in der Folge radikal und nachhaltig um.
00:14:28: So erhält die Lean-Production Einzug bei Piaggio.
00:14:31: Diese hat ihr Gewurzinn im Toyota Production System aus den neunzehnhundertfünfziger Jahren.
00:14:37: Das Ziel ist die konsequente Vermeidung jeglicher Verschwendung.
00:14:41: Dabei basiert das System auf zwei Hauptzollen Just in Time, das bedeutet dass nur das produziert wird was tatsächlich benötigt wird und zwar zur richtigen Zeit und in der exakten Menge Und Yidoka Darunter versteht man das Maschinen bei Fehlern sofort und selbstständig stoppen um Qualitätsprobleme und Nacharbeit zu vermeiden.
00:15:02: Auf Piaggio angewendet heißt das, dass die Montagelinien komplett umgebaut werden.
00:15:07: Der Stammsitz in Pont d'Era wird modular – was es erlaubt, dass fortan jeder beliebige Roller, egal ob eine Vespa oder ein Arpe auf ein- und derselben Montagelinie gefertigt werden kann.
00:15:18: Rüstzeiten minimieren sich daraufhin drastisch und die Effizienz schießt in die Höhe.
00:15:24: Wohlgemerkt vollzieht man diesen Schritt ohne dass man Mitarbeiter entlässt!
00:15:28: Vielmehr ist man davon überzeugt, dass man es gemeinsam schaffen kann.
00:15:32: Nicht umsonst werden die Erfolgsprämien für Arbeiter und Manager an dieselben Kriterien gekoppelt Gewinnmarschen und Kundenzufriedenheit.
00:15:41: Was für gute Stimmung bei den knapp sechstausend Beschäftigten sorgt.
00:15:45: Die Sanierung gelingt darauf in dem Gekord-Tempo Und mit frischem Geld geht Piaggio sofort auf Einkaufstour.
00:15:52: So übernimmt man im Jahr zwei tausend vier die schlingende Abrilliergruppe zu der auch die Motorradmarke Moto Guzzi gehört.
00:15:59: Damit steigt Piagio zum größten Zweiradhersteller Europas auf.
00:16:04: In den letzten Jahren folgt dann am elften Juni der Börsengang in Mailand.
00:16:08: Zu einer Bewertung von knapp einer Milliarde Euro verkauft man knapp dreißig Prozent der Firmenanteile an Investoren und wappnet sich damit finanziell für das weitere Wachstum.
00:16:19: Das Geschäftsjahr, schließt man mit einem Umsatz von eins Komma sechs Milliarden Euro bei einem Gewinn von siebzig Millionen Euro ab.
00:16:26: Der Turnaround ist geglückt!
00:16:30: Heute und damit, zwanzig Jahre später steht die Piagio-Gruppe zumindest in Sachen Umsatz beinahe genauso da wie es ist.
00:16:37: So erwirtschaften die fünftausend Fünfhundert Mitarbeiter im letzten Jahr einst Komma fünf Milliarden Euro Umsatz bei einem Gewinn von vierunddreißig Millionen Euro.
00:16:46: Und natürlich!
00:16:47: Der eine oder andere wird nun meinen dass man ja gar nicht gewachsen ist... ...und das war auch mein erster Gedanke.
00:16:53: Doch muss jede Firma immer um jeden Preis wachsen?
00:16:56: Schließlich hat Piaggio mit seinen Marken einen idealen Standpunkt gefunden.
00:17:01: Vespa steht für Lifestyle und Lebenslaune, Piaggio-Roller gelten als praktisches Stadtgefährt, Aprilia Motorräder platzieren sich Jahr für Jahr weit oben in der MotoGP – der Weltmeisterschaft fürs Straßenmotorräder – und auch die weiteren Marken wie Motogutzi & Derby erzählen ihre ganz eigene Geschichte.
00:17:20: Dank dieser Mehrmarkenstrategie bedient man jede Art von Kunden, egal ob Einsteiger Gelegenheitsfahrer oder Motorradfans.
00:17:28: Und mehr noch, mit seinen dreirätigen Nutzfahrzeugen bedient man vor allem asiatische Märkte in denen sich diese günstigen Transportmittel großer Beliebtheit erfreuen.
00:17:38: In Summe verkauft man über das gesamte Portfolio hinweg jedes Jahr knapp eine halbe Million Krafträder.
00:17:45: Damit steht Piaggio total solide da und das seit mittlerweile zwei Jahrzehnten.
00:17:51: Den Grundstein dafür hat Roberto Cullanino mit seinen Sanierungsmaßnahmen.
00:17:57: Der Architekt des Turnarounds ist es im Jahr zwanzig gestorben.
00:18:01: Seitdem lenken seine Söhnen das italienische Unternehmen in den Rollen der CEOs und des Vorstandsvorsitzenden.
00:18:07: Ich für meinen Teil bin aktuell mit Job, Master Startup und Hobbys gut ausgelastet aber werde nachdem ich mein Master an der Tasche habe den Motorradführerschein in Angriff nehmen.
00:18:17: Und wer weiß?
00:18:18: Vielleicht wird es dann zum Start eine Wespa!
00:18:21: So ein wenig deutsche Wieter in Deutschland kann bestimmt nicht schaden... Und damit geht Folge eighty-one von Unternehmen dieser Welt zu Ende.
00:18:29: Piaggio, mehr als nur Vespa – die Geschichte eines globalen Zweiradgiganten.
00:29:40: und mehr noch mit seinen dreirätigen Nutzfahrzeugen bedient man vor allem asiatische Märkte.
00:29:56: In Summe verkauft man über das gesamte Portfolio hinweg jedes Jahr knapp eine halbe Million zwei oder drei Räder.
00:33:50: Der italienische Sanierer Robert Cullanino investiert über seine Beteiligungsgesellschaft IMSI, einhundert Millionen Euro in den italienischen Zweiradhersteller Piaggio und übernimmt die Führung.
00:34:11: Der italienische Sanierer Roberto Cullanino investiert über seine Beteiligungsgesellschaft IMSI, einhundert Millionen Euro in den italienischen Zweiradhersteller Piaggio und übernimmt die Führung.
00:34:22: Er baut den Konzern in der Folge radikal-und nachhaltig um – so erhält die Lean Production Einzug.
00:34:29: Diese hat ihr Gewürze im Toyota Productionsystem aus dem neunzehnundetfünfziger Jahr.
00:34:34: Das Ziel ist die konsequente Vermeidung jeglicher Verschwendung.
00:34:38: Dabei besitzt Dabei basiert das System auf zwei Hauptzäulen.
00:34:48: Just in time, das bedeutet dass nur das produziert wird was tatsächlich benötigt wird und zwar zur richtigen Zeit und in der exakten Menge.
00:34:56: Und Yidoka Darunter versteht man das Maschinen.
00:35:13: Darunter versteht man das Maschinen bei Fehlern sofort und selbstständig stoppen, um Qualitätsprobleme und Nacharbeit zu vermeiden.
00:35:21: Auf Pioten erbaut den Konzern in der Folge radikal-und nachhaltig um.
00:35:27: So erhält die Lean Production Einzug.
00:35:34: Erbaut dem Konzert in der folge radikal und nachhaltige Um.
00:35:38: So hält die Lean Produktion Einzug beim Piaggio.
00:35:41: Diese hat ihr Gewurz in einem Toyota Production System.
00:35:47: Er baut den Konzern in der Folge Radikal und Nachhaltigung.
00:35:52: So erhält die Lean-Production Einzug bei Piaggio.
00:46:38: Wir befinden uns im Jahr Zwei Tausend Achtzehn.
00:47:06: Gemeinsam mit drei Freunden brause ich mit unseren gemieteten Motorrollern über die Insel Bali.
00:47:10: Der Grund?
00:47:11: Dort habe ich mein Auslandssemester verbracht Was von manch böser Zunge als Kokosnusssemester abgetan wird, behandle ich an dieser Episode genauso wenig wie die Tatsache dass meine erste Rollerfahrt mit einem Aufprall gegen eine Steinwand endete Denn ich will viel mehr über das Freiheitsgefühl sprechen, dass einem die Fahrt mit einem Roller gibt.
00:47:30: Der Wind der durch die Haare weht... ...die warme Luft die einen umgibt und... ...der wind der durch den Haar weht.... Die warme luft die einen Umgift und das Digekte.
00:47:44: Natürlich sind das optimale Bedingungen aber ich würde mich auch nie bei drei Grad und Regen auf ein Roller setzen.
00:47:50: Roller fahren soll sich für mich wie deutsche Vita anfühlen!
00:48:10: Und Deutsche Wieter ist unser Stichwort.
00:48:12: Denn wir schauen heute hinter die Kulissen des italienischen Unternehmens Piagio.
00:48:26: Und neben den Marken Aprilia, Derby... Derby oder Moto Guzzi ist es vor allem die Vespa, die für viele der Inbegriff des Motorrollers ist.
00:48:37: Lass uns also keine Zeit verlieren und uns auf die Geschichte das Geschäftsmodell und die Zukunft der Piagio-Gruppe schauen!
00:49:05: Wir befinden uns im Jahr Zwei Tausend Achtzehn.
00:49:08: Gemeinsam mit drei Freunden brause ich mit unseren gemieteten Motorrollern über die Insel Bali.
00:49:13: Der Grund?
00:49:14: Dort habe ich mein Auslandssemester verbracht.
00:49:16: Was von so manch Was von meintböser Zunge als Kokosnusssemester abgetan wird, behandle ich in dieser Episode genauso wenig wie die Tatsache dass meine erste Rollerfahrt mit einem Aufpreil gegen eine Steinwand endete.
00:49:29: Denn ich will viel mehr über das Freiheitsgefühl sprechen da es einem die Fahrt mit dem Roller gibt.
00:49:34: Der Wind der durch die Haare weht Die warme Luft die einen umgibt Und das direkte Fahrgefühl Natürlich das sind optimale Bedingungen aber ich würde mich auch nie bald drei Grad und Regen auf ein Roller setzen.
00:49:46: Rollerfahren, das soll sich für mich anfühlen wie das deutsche Vita.
00:49:51: Und Deutsche Vita ist unser Stichwort!
00:49:57: Denn wir schauen heute hinter die Kulissen des italienischen Unternehmens Piaggio.
00:50:02: Piaggio-Kraftgäder haben in Deutschland einen Marktanteil von ca.
00:50:05: zehn Prozent was in etwa vierhundertdachzigtausend zugelassenen Kraftgädern entspricht und neben der Marke Aprilia, Derby oder Moto Guzzi ist es vor allem die Vespa, die für viele der Inbegriff des Motorrollers ist.
00:50:32: Piaggio, mehr als nur eine Vespa.
00:50:53: Piaggio!
00:50:54: Mehr als nur Vesba – die Geschichte eines globalen Zweirad-Giganten ist Folge eighty-one von Unternehmen dieser Welt.
00:51:02: Wir befinden uns im Jahr zwei tausend achtzehn.
00:51:05: Gemeinsam mit drei Freunden brause ich mit unseren gemieteten Motorrollern über die Insel Bali.
00:51:10: Der Grund?
00:51:11: Dort habe ich mein Auslandssemester verbracht Was von Manch Böser Zunge als Kokosnusssemester abgetan wird, behandle ich in dieser Episode genauso wenig wie die Tatsache dass meine erste Rollerfahrt mit einem Aufprall gegen eine Steinwand endete.
00:51:24: Denn ich will viel mehr über das Freiheitsgefühl sprechen, das einem die Fahrt mit dem Roller gibt!
00:51:29: Der Wind der durch die Haare weht... ...die warme Luft die einen umgibt und das direkte Fahrgefühl.
00:51:35: Natürlich sind das optimale Bedingungen aber ich würde mich auch nie bei drei Grad und Regen auf ein Roller setzen.
00:51:42: Roller fahren, das soll sich für mich wie deutsche Vita anfühlen.
00:51:46: Und Deutsche Vita ist unser Stichwort!
00:51:51: Denn wir schauen heute hinter die Kulissen des italienischen Unternehmens Piaggio.
00:51:55: Piaggio-Krafträder haben in Deutschland einen Marktanteil von ca.
00:51:58: zehn Prozent – was etwa vierhundertachtzigtausend zugelassenen Krafträdern entspricht.
00:52:03: Man isst Marktführer und neben den Magen Apkilia, Derbi oder Motogutzi ist es vor allem die Vespa, die für viele der Inbegriff des Motorrollers.
00:52:13: Lasst uns also keine Zeit verlieren und auf die Geschichte das Geschäftsmodell und die Zukunft der Piagio-Gruppe schauen.
00:52:19: Und damit viel Spaß bei Folge eighty-one von Unternehmen dieser Welt!
00:52:24: Piaggio, mehr als nur Vespa – Die Geschichte eines globalen Zweiradgiganten.
Neuer Kommentar