#80 Merkur Group - Wie aus 17 Musikboxen ein globales Glücksspiel Imperium wurde

Shownotes

Wer in Deutschland unterwegs ist, egal ob in der Großstadt oder in der tiefsten Provinz, trifft fast überall auf ein ganz besonderes Symbol: eine freundlich lachende, gelbe Sonne. Sie prangt an Autobahnraststätten, in Einkaufsstraßen und über den Eingängen von Gebäuden, die heute oft einfach nur noch „Merkur“ heißen. Doch hinter dieser weithin bekannten Fassade verbirgt sich eine der spektakulärsten und zugleich kontroversesten Erfolgsgeschichten der deutschen Nachkriegszeit.

In dieser Episode reisen wir zurück ins Jahr 1957. Wir blicken auf den visionären Gründer Paul Gauselmann, der als gelernter Fernmelderevisor mit gerade einmal 17 gebrauchten Musikboxen und praktisch null Eigenkapital den Grundstein für einen Konzern legte. Wir schauen auf die packende Geschichte und dabei auch auf die Geburtsstunde des ersten eigenen und bahnbrechenden Spielautomaten „Merkur B“, die wilden 70er in Sachen Glückspiel und die heutigen Herausforderungen der Branche.

Viel Spaß mit Folge 80 von Unternehmen dieser Welt: Merkur Group - Wie aus 17 Musikboxen ein globales Glücksspiel-Imperium wurde

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Historie des Familienunternehmens: https://merkur.group/ueber-uns/wir-sind-merkur/gauselmann-historie/

Geschäftsbericht und Kennzahlen 2024: https://merkur.group/medien/downloads/

Das Deutsche Automatenmuseum auf Schloss Benkhausen: http://www.deutsches-automatenmuseum.de/

Transkript anzeigen

00:00:08: Wer in Deutschland unterwegs ist, egal ob Großstadt oder tiefste Provinz trifft nicht selten auf eine lachende gelbe Sonne.

00:00:16: Sie prangt an Autobahnraststätten In Einkaufsstraßen und über den Eingängen von Gebäuden die mal Spielothek Mal Casino Oder auch oft einfach nur noch Merkur heißen.

00:00:27: Es ist ein Symbol das durchaus polarisiert Denn hinter dem Logo steht der spielautomatenunternehmen Merkur Eine Familienfirma Die mit ihren rund fifteen tausend Mitarbeitern und fast zwei Komma acht Milliarden Euro Umsatz, sinnbildlich für den Aufstieg deutscher Familienunternehmen in der Nachkriegsgeschichte steht.

00:00:45: In Europa gibt es kaum größere Firmen Sachen Glücksspielen – doch was sich auf den ersten Blick wie eine Erfolgsgeschicht anhört kommt auch mit einigen Gegenwinter her!

00:00:55: Denn die Sonne steht sinnbildlig für eine Branche, die mit der Hoffnung der Menschen spielt und damit die gesellschaftliche Debatte über Spielsucht- und Lobbyismus befeuert.

00:01:05: In dieser Folge blicken wir hinter die Kulissen die einigen vielleicht noch als Gauselmann-Gruppe bekannt ist.

00:01:11: Und damit auch auf die Geschichte von Gunner Paul Gausselmann, die ein wenig einer vom Tellerwäscher zum Millionärstory ähnelt oder in diesem Fall vom Fernmeldergewisseur zum Automatenkönig.

00:01:23: und damit viel Spaß bei Folge.

00:01:24: Achtzig von Unternehmen dieser Welt!

00:01:27: Merkur Group, wie aus siebzen Musikboxen ein globales Glücksspielimperium wurde.

00:01:40: Die Geschichte der Merkur group beginnt im Sommer.

00:01:45: Hier wird Paul Gauselmann in eine Welt hineingeboren, die vor dem Zweiten Weltkrieg steht.

00:01:50: Damit ist seine Kindheit geprägt von den Entbehrungen des Krieges und der harten Zeit des Wiederaufbaus.

00:01:57: Doch schon früh zeigt sich ein Talent das späteres Fundament seines Erfolgs bilden sollte – denn Gausselmann besitzt ein großes mathematisches Verständnis und eine Faszination für alles technische!

00:02:08: Und während Deutschland in Trümmern liegt lernt er junge Paul wie man Dinge repariert, wie Mechanik funktioniert Und wie man aus wenig viel macht.

00:02:18: Im Alter von siebzehn Jahren absolviert er dann eine Ausbildung zum Fernmeldegewieser, ein Beruf der damals hochmodern ist und tiefes Wissen über Signalübertragung und Elektrotechnik erfordert.

00:02:29: Doch Paul Gauselmann isst kein Mann für den Geinen nine to five Job – er ist ein Macher, wie er später selbst sagt!

00:02:37: Bereits mit zwanzig Jahren heiratete seine erste Frau Elisabeth.

00:02:41: Und weil er zu diesem Zeitpunkt nach damaligen Recht noch nicht volljährig muss er diese Ehre Schließung sogar vor Gerichte kämpfen.

00:02:49: Ein früher Beweis für sein Hartnäckigkeit.

00:02:51: Doch damit nicht genug!

00:02:53: Mit einundzwanzig Jahren ist er bereits zweifacher Vater und trägt eine Verantwortung, die anderen diesem Alter kaum erahnen können.

00:03:00: Um seine Familie zu ernähren arbeitet er bei der Firma Harding in Espelkamp – eine Firma, die heute selbst ein großes Unternehmen im Bereich Verbindungstechnik ist.

00:03:10: Dort konstruierte elektronische Musik- und Zigarettenautomaten Und durch seine Passion zum technischen und dem großen Arbeitswillen steigt er schnell zum Abteilungsleiter der Entwicklungsabteilung auf.

00:03:22: Kurz gesagt, es läuft um den Leben von Paul Gausselmann – aber der wahre Wendepunkt sollte noch kommen!

00:03:29: Und zwar im Frühjahr dekundneunzehntonfünfzig.

00:03:32: Denn obwohl Gaussilmann vollzeit bei Harding und damit oft mehr als achtundvierzig Stunden die Woche arbeitet wird mit Er sich am Wochenende zusätzlich nach seinem Hobby.

00:03:41: Aber was heißt das?

00:03:43: Nun, der Dreiundzwanzigjährige macht sich nebenberuflich als Automatenaufsteller selbstständig.

00:03:49: Sein gesamtes Inventar besteht zunächst aus siebzehn gebrauchten Musikboxen der Firma Bergmann die ihren Kneipen platziert.

00:03:56: Eigenkapital?

00:03:57: Fehlanzeige!

00:03:59: Stattdessen nutzt er Zweitausend Demag Aspartis und einhunderttausend demag an quergeschriebenen Wechseln.

00:04:05: Das ist im Grunde genommen ein Versprechen auf zukünftige Zahlungen mit einer Laufzeit von vierundzwantig Monaten Ein enormes Risiko für einen jungen Familienvater.

00:04:15: Aber der Plan geht auf!

00:04:17: Denn was Gauselmann von Anfang an von anderen Aufstellern unterscheidet, ist sein technischer Blick.

00:04:23: Er ist nicht nur der Mann, der die Boxen in die Kneipen bringt – er will sie verbessern.

00:04:28: Ganz passend dazu gelingt ihm neunzehnhundertsechsenfünfzig also bereits kurz vor seiner offiziellen Gründung seinen ersten Geniesch gleich.

00:04:37: Er erfindet eine Fernwallbox für deutsche Musikboxen.

00:04:40: Zum besseren Verständnis ein wenig Kontext.

00:04:43: Damals konnte man die Lieder an den Musikboxen meist nur direkt am Gerät auswählen, jedoch gab es in den USA bereits Boxen, die man vom Tisch aus bedienen konnte.

00:04:53: Gausselmann adaptiert dieses Konzept mit einer W-Schalbe mit Geldeinschub für den deutschen Markt.

00:04:58: Es ist sein erstes Patent.

00:05:00: Über dreihundert weitere sollten im Laufe seines Lebens folgen.

00:05:04: Dieser Erfindergeist steht sinnbildlich für das Leitmotiv der späteren Firma Die Wünsche der Kunden zu erfüllen, wenn diese oft noch nicht selbst wissen was sie brauchen.

00:05:13: Und das Geschäft mit den Automaten funktioniert so gut dass kurze Zeit später auch Pauls Brüder Willi und Eugen unterstützen.

00:05:20: Die Firma filmiert fortan als Gebrüder Gausselmann GmbH.

00:05:24: Paul bleibt in diesem Konstrukt der technische Kopf.

00:05:26: und mehr noch – er gibt die Strategie vor!

00:05:30: Sieben Jahre nach dem Start seines Hobbys beschäftigt das kleine Unternehmen bereits fünfzehn Mitarbeiter unter dreihundert automatenden Gaststätten platziert.

00:05:38: Für Paul ist das die Bestätigung, dass sein Geschäftsmodell funktioniert sodass er an nineteenhundertsechzig kündigt und sich vollends selbstständig macht.

00:05:48: Doch während es so scheint, dass alles wie am Schnürchen läuft schlägt das Leben nineteenhundessichzig grausam zu.

00:05:54: Paul Gauselmann's Frau Elisabeth stirbt unerwartet und er steht plötzlich als alleinerziehender Vater von mittlerweile drei Söhnen da.

00:06:02: In dieser Zeit zeigt sich die familiäre Beständigkeit, die dieses Unternehmen bis heute prägt.

00:06:08: Paul Gausselmann findet Unterstützung bei seinen Eltern und trifft nineteenhundertsechzig auf Karin Gaussilmann, die er noch im selben Jahr heiratet.

00:06:17: Karin wird nicht nur die neue Mutter für seine Kinder – und ging neunzehnhundertneunundsechzlich den vierten Sohn zur Welt – sie wird auch seine engste Vertraute und Beraterinnen umunternehmen.

00:06:27: Bis heute betont Paul Gauselmann, dass er ohne seine Frau Karin niemals so weit gekommen wäre.

00:06:44: Die Siebzigerjahre sollten für die Automatenbranche damit die noch junge Gauselmann-Gruppe eine wilde Zeit werden.

00:06:51: Denn während Spielautomaten zu Beginn meist in verrauchten Hinterzimmern von Kneipen stehen, sollten es nur wenige Jahre später eigene Räumlichkeiten nur für eben solche Automaten geben – doch der Reihe nach!

00:07:02: Das Image von Spielautomatern ist zur damaligen Zeit Gelinde gesagt ausbaufähig.

00:07:08: Spieler werden oft verpönt und belächelt Aber einer erkennt das je mehr Potenzial schlummert wenn man das Umfeld verändert Paul Gausselmann.

00:07:17: Und so eröffnet der in den Niedersächsischen Delmenhorst die Casino-Merkurspielothek.

00:07:24: Das ist eine echte Zäsur, denn Gauselmann konzipiert diesen Ort nach den Standards eines vier Sternehotels – Teppichböden, helles Licht, freundliches Personal und bester Service!

00:07:35: Die Gausalmangruppe will weg vom Schmuddelimage.

00:07:39: Anfangs lacht die Branche über eben jenen Plan.

00:07:42: Wer geht schon zum Spielen in einer Art Hotel?

00:07:45: Doch der Erfolg gibt ihm recht.

00:07:47: Die Menschen strömen in die Spielotheken, weil sie sich dort sicher und wertgeschätzt fühlen.

00:07:52: Es ist der Beginn einer Kette, die heute an den Achthundert Standorte in ganz Europa umfasst.

00:07:57: – doch Gauselmann hat ein Problem!

00:08:00: Er setzt Aufsteller abhängig von den Herstellern der Geräte.

00:08:04: Und nachdem er einen dieser Hersteller Anfang der Siebziger Jahre kritisiert und diese daraufhin die Gauselmann-Gruppe mit einem Lieferboykott belegt, fehlen Spieleautomaten für die Expansion.

00:08:15: Gauselmann fährt daraufhin nach Berlin, um die Sache aus der Welt zu schaffen.

00:08:19: Das gelingt doch schon.

00:08:20: auf dem Rückweg schwirrt sich der Tüftler das er sowas nie wieder machen möchte.

00:08:26: Kurz darauf gründet er die ADP-Gauselman GmbH wobei ADP für Osterpraxis steht.

00:08:33: Er will die Geräte bauen, die der Markt wirklich möchte.

00:08:37: Als Aufsteller erlebt er schließlich täglich vor Ort was sich die Kunden wünschen.

00:08:42: Nach vier Jahren vieler technischer Rückschläge und enormer Investitionen ist man soweit.

00:08:47: Denn am neunten Dezember newtonsundhundertsechsen-siebzig kommt die erlösende Nachricht!

00:08:51: Die physikalisch-technische Bundesanstalt erteilt die Zulassung für das erste Gauselmanngerät, den Merkur B., der newtonhundertsimmon- siebzig auf dem Markt kommt.

00:09:02: Übrigens, dass das erste Spielgerät ausgerechnet den Namen Merkur erhält, verdankt es der Tatsache des newtonesundhundhundredsechsentzechs an Merkur.

00:09:10: ja ist... Auf die CD kommt der Künstler Werner Gantte für.

00:09:14: Er entwirft auch gleich das passende Imbleem!

00:09:17: Die freundlich lachenden Merkur-Sonne, die bis heute als eines der bekanntesten Spiel und Glückssymbole gilt – und mit der bis heute sämtliche Produkte der Unternehmensgruppe gekennzeichnet sind.

00:09:28: Der Merkur B wird aus dem Stand ein Riesenerfolg.

00:09:31: Der Spielautomat erzielt fünfzig bis hundertprozent höhere Umsätze als die Geräte der etablierten Konkurrenzen.

00:09:38: Warum?

00:09:39: Nun, das liegt vor allem an der Einführung der einunderte Sonderspiel-Serie.

00:09:44: Das heißt dass man ab dem ersten Spiel einhundert Sonderspiele gewinnen kann.

00:09:49: Zum damaligen Zeitpunkt ist das innerhalb der Branche eine revolutionäre Neuerung und in den herauf folgenden Jahren folgen weitere Innovationen wie das Geldspielgerät Merkodisk – ein Gerät bei dem sich erstmals keine Walzen mehr drehen sondern scheiben!

00:10:04: Es ist bis heute das meistverkaufte Geldspielgebiet Deutschlands mit über vierzigtausend verkauften Einheiten in nur zwei Jahren.

00:10:12: Dank dieser Erfolge übernimmt die Gauselmann-Gruppe, mit über fünfzig Prozent Marktanteil offiziell die Marktwührerschafter als Hersteller von Geldspieleautomaten in Deutschland.

00:10:23: Doch im Hauptsitz im nordrheinwestfälischen Espelcamp will man mehr!

00:10:28: Und so ist es nicht verwunderlich dass man nineteenhundertsechsenachzig auch ins Ausland expandiert... Zunächst eröffnet man eine Spielothek in Amsterdam, in den darauf folgenden Jahren sollten nahezu alle weiteren europäischen Länder folgen.

00:10:41: Heute ist man mit seinen Automaten in über vierzig Ländern weltweit zu finden.

00:10:46: und mehr noch die Gausemann-Gruppe besitzt einige Jahre später mit ihrer Marke Atronic als einziges europäisches Unternehmen ein Hersteller Lizenz für den US-Bundesstaat Nevada also für Las Vegas.

00:10:59: In diesem Konstrukt erwirtschaftet die Gruppe Sechshundertfünfzig Millionen DMG Umsatz und beschäftigt um die dreitausend zweihundertfünftig Mitarbeiter.

00:11:19: Mit dem Start des neun Jahrtausends fokussiert man sich bei der Gausemann-Gruppe auf eine Diversifikation des Geschäftsmodells.

00:11:26: So erkennt man früh, dass man sich mit der zunehmenden Digitalisierung des Alltags breiter aufstellen muss, um auch in Zukunft bestehen zu können.

00:11:34: Und um eben dies zu garantieren sind es vor allem Übernahmen die neue Geschäftsfelder erschließen.

00:11:40: So steigt man Zwei-Tausend Fünf im Bereich Sportwetten ein indem man den österreichischen Wettanbieter Cashpoint übernimmt.

00:11:47: Drei Jahre später übernimmt man mit Addict Gaming ein Spezialisten für Online-Spieleplattformen.

00:11:53: Ergänzt wird diese Transaktion mit dem Zugau von BlueprintGaming, einem britischen Multiplattformentwickler für digitale Spieler.

00:12:00: An zweiteren übernibt man zunächst fünfzig Prozent bevor man sich zwei tausend zwölf die restlichen Anteile sich hat und mehr noch.

00:12:08: Zwei Tausend Zwölf stemmt man auch den Herwerb der britischen Spielstätten Cataprecipy.

00:12:14: Es ist mit einhundert Millionen Euro der bislang größte Zukunft in der Unternehmensgeschichte.

00:12:19: Neben eineinthausend Fünfhundert Beschäftigten werden einhundertsiebzig Spielstätten sowie einige Bingo-Clubs übernommen.

00:12:26: Zu diesem Zeitpunkt, also Zwei-Tonzwölf, erwirtschaftet das Unternehmen bereits eins Komma sieben Milliarden Euro Umsatz und davon stammen vierzig Prozent aus dem Ausland.

00:12:36: Großbritannien ist dabei nach Deutschland der zweitwichtigste Markt.

00:12:41: In den Jahren darauf folgen dann weitere Übernahmen und strategische Schgitte Darunter unter anderem die Genehmigung für den Betrieb von vier Spielbanken auf den Kreuzfahrtschiffen der Gderei Twee Cruises ab Jahrzehnte.

00:12:53: Und auch wenn ich nicht alle Ausgründungen, Beteiligung oder Übernahm nenne – einen Schmankerl habe ich euch noch mitgebracht!

00:13:00: Und zwar die DGGS Die Deutsche Gesellschaft für Glücksspiel-MBH.

00:13:05: Diese wird im Jahrzehn und ist heute zugleichen Anteil in den Händen der Gaussemann bzw.

00:13:10: Merkogruppe und der Novomatik AG.

00:13:14: Die Novomatik AG ist ebenfalls ein großer Anbieter von Spielautomaten, Stichwort Novoline.

00:13:20: Aber zurück zur DGGS!

00:13:23: Ein Blick auf die Website hat mir zunächst beinahe den Eindruck vermittelt dass ich hier auf einer Seite der Bundesgegierung unterwegs bin.

00:13:29: Klares weißes Design eine kleine Deutschlandflagge in der oberen linken Ecke und außer der Bereiche Aktuelles Presse- und Onlineglücksspielatlas findet man wenig.

00:13:40: Doch nach ein wenig Skrollen stößt man auf folgenden Abschnitt, den ich wortwörtlich zitieren möchte.

00:13:46: Seriöses Online-Glückspiel für ganz Deutschland gewährleisten wir mit unseren Premiummarken jackpotpiraten.de und bingbong.de.

00:13:54: Beide Plattform sprechen ganz unterschiedliche Gruppen von Spielern an.

00:13:58: JackpotPiraten.De richtet sich vor allem an Piraten ab einem Alter von sechsundzwanzig Jahren und ging am dreizehnten Juni-Zwz.

00:14:06: online.

00:14:07: Zwei Tage später folgte Bingmong.de mit einer hippen Ausdrucksweise, die vor allem jüngere Glücksspielfreunde ab achtzehn Jahren begeistert.

00:14:15: Der Wechsel zwischen beiden Marken kann von Spielern jederzeit beliebig eingeläutet werden.

00:14:21: So und nun möchte ich noch einmal an euch als Höhre appellieren euch die Website anzuschauen, die ich euch verlinkt habe.

00:14:27: Das wirkt dermaßen seriös dass sich auf den ersten Blick wirklich den Eingruck hatte das sie eine Behörde dahinter steht.

00:14:34: Letztlich ist es aber nur die Muttergesellschaft zwar online Casinos Und für mich ist vor allem der Name Jackpot-Piraten ein Begriff.

00:14:42: Um Himmels Wind.

00:14:42: nicht weil ich Spieler bin, sondern weil ich jedes Jahr zur Weihnachtszeit die DatWM auf Sport eins verfolge.

00:14:48: Dort läuft mir dann zwischen den Setzen immer die Werbung über das Piratengold bei Jackpot Piraten über den Weg.

00:14:54: und damit lange Rede kurzer Sinn hinter diesem online Casino steckt niemand geringeres als die Gauselmann beziehungsweise Merkogruppe zumindest zu fünfzig Prozent.

00:15:05: nun aber genug zu den Ausflügen nach links und rechts.

00:15:08: Wo steht die Gruppe heute?

00:15:11: Nun, aus der einstigen Gauselmann-Gruppe ist zum ersten Januar zwanzig offiziell die Merkogrupp geworden.

00:15:17: Und um dieses Lebenswerk vor einer Zerschlagung nach seinem Ableben zu schützen hat Paul Gaussemann bereits im Jahr zweitausendsechzehn eine fundamentale Entscheidung getroffen.

00:15:26: Er hat die gesamten Unternehmensanteile der Familie auf die Gausselmann Familienstiftung übertragen.

00:15:32: Sie wacht seitdem als Alleingesellschaft darin über die strategische Ausrichtung des Konzerns.

00:15:38: Der entscheidende Vorteil dieser Struktur liegt in ihrer Unvergänglichkeit.

00:15:42: Eine Stiftung hat keine Eigentümer und kann im klassischen Sinne nicht vererbt werden.

00:15:47: Dadurch wird effektiv verhindert, dass das Unternehmen bei einem Generationswechsel durch Erbststreitigkeiten eine Zerstücklung des Betriebs oder durch den erzwungenen Verkauf von Anteilen zur Begleitung der Abschaftsteuer gefährdet wird.

00:16:01: Das Lebenswerk bleibt so als Einheit gesichert und kann unabhängig von Familienveränderung stabil fortgeführt werden.

00:16:09: Und möglicherweise spart man sich auch ein wenig die Erbschaftssteuer!

00:16:13: Und wenn wir uns die Kennzahlen von diesem Konstrukt anschauen, dann arbeitet man sehr erfolgreich.

00:16:19: Im Geschäftsjahr-Zweißnzwanzig sprechen wir von einem Umsatz von zwei Komma sieben Sieben Milliarden Euro.

00:16:24: Dafür arbeiten weltweit etwa vierzehntausend Fünfhundert Menschen unter dem Dach der Merkur Sonne – und mehr als die Hälfte dieses Umsatzes erwirtschaftet Merkur mittlerweile im Ausland.

00:16:35: Ein Geheimnis des Erfolges ist dabei die vertikale Integration.

00:16:39: Merkur kontrolliert die gesamte Wertschöpfungskette des Glücksspiels.

00:16:44: Auf der einen Seite steht das BtoB-Segment, also Business to Business Denn man forscht entwickelt und produziert die Automaten im heimischen Werk in Lübecke Zwölf.

00:16:53: weltweite Game Design Studios schreiben dafür ununterbrochen neue Software.

00:16:58: Auf der anderen Seite steht es btc-segment Also das direkte Endkundengeschäft.

00:17:03: Dazu gehören rund dreihundert moderne Spielstätten in Deutschland und über vierhundertfünfzig am europäischen Ausland, der Betrieb von mittlerweile vormundzwanzig staatlichen Spielbanken in Deutschland, das europäische Sportwettengeschäft mit Marken wie Merkur Bets und natürlich den Online-Plattform wie Checkpot Piraten.

00:17:20: Und der Clou?

00:17:21: Wenn eine Spielhalle einen Geldwechsel oder Kassenautomaten braucht liefert Merkur den einfach über die konzerneigenen Spezialisten mit!

00:17:29: Ein perfekter Kreislauf, bei dem an jedem einzelnen Handgriff kräftig verdient wird.

00:17:34: Und mehr noch – man muss sich hier stets vor Augen halten dass wir über Einnahmen aus Glücksspiel sprechen!

00:17:40: Hier wird oft wenn nicht immer mit der Hoffnung von Menschen Geld verdient.

00:17:44: Menschen die nicht selten spielsüchtig sind und alles in ihrem Leben verlieren.

00:17:49: Das Thema ist hochkontrovers.

00:17:51: Merko selbst schreibt auf der eigenen Website das das Thema Prävention ein fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie Und ich bin mir sicher, und das meine ich ernst, dass man hier tatkräftig als deutsches Unternehmen unterstützt und den gesetzlichen Bestimmungen nachkommt.

00:18:07: Letztlich muss man aber auch festhalten, dass es sich hier – Prävention hin oder her – weiterhin um Glücksspiel handelt.

00:18:13: Nicht mehr, aber nicht weniger!

00:18:16: Ich werde an dieser Stelle keine weitere Einordnung vornehmen….

00:18:19: Mir ist und war es noch einmal wichtig, das zum Ende der Folge zu sagen... Was bleibt also hängen wenn wir auf die fast siebzigjährige Konzerngeschichte von Merkur blicken?

00:18:30: Auf der einen Seite ist es die absolut faszinierende Lebensleistung eines Mannes, der in den Trümmern der Nachkriegszeit mit nichts anfing und durch technischen Erfindergeist, Sparsamkeit und Willenstärke ein globales Unternehmen mit fünfzehntausend Mitarbeitern geschaffen hat das Milliardenumsätze erwirtschaftet – und mit fast sechzig Prozent Eigenkapitalquote sehr gesund dasteht.

00:18:52: Auf der anderen Seite steht die unaufförliche moralische Gratwanderung einer Industrie, die von den Verlusten ihrer Kunden lebt.

00:19:00: Damit steht die Merkur Group heute an einer entscheidenden Weggabelung.

00:19:04: In Zukunft muss man mehr und mehr beweisen, dass man den Sprungen die globale digitale Zukunft schafft – und ob es gelingt das Image der freundlich lachenden Sonne als Symbol für sauberes verantwortungsvolles Entertainment in einer kritischen Öffentlichkeit aufrechtzuerhalten.

00:19:20: Und damit endet Folge Achtzig von Unternehmen dieser Welt!

00:19:24: So zum Abschluss der Folge möchte ich noch eine Kleinigkeit erwähnen.

00:19:37: Und zwar habt ihr mit Sicherheit bemerkt, dass in letzter Zeit relativ wenig Folgen rausgekommen sind und das liegt einmal daran, dass ich bei meiner Arbeit bei S&P Global recht ausgelastet bin.

00:19:46: dann kommt noch mein Part-Time MBA dazu also meinen Berufsbegleitendes Studium.

00:19:50: Ich habe eben diesen Podcast hier und ich hab ein Startup gegründet und zwar Soundcookie.

00:19:55: Jetzt die Frage was ist SoundCookie?

00:19:57: Nun SoundCookies das sind kleine physische Holztaler mit einem eingebauten NFC Chip.

00:20:02: Ihr könnt also euer Handy dran halten, der SoundCookie wird erkannt und dann könnt ihr eine Sprachnachricht aufnehmen.

00:20:08: Das geht so einfach wie bei WhatsApp nur dass sie keine eigene App benötigt.

00:20:11: Jetzt fragt ihr euch natürlich wofür ist das gut?

00:20:14: Nun wir wollen mit SoundCokee Stimmen ein Zuhause geben!

00:20:17: Das heißt wir schaffen mit Sound Cookie quasi einen Polaroid nur eben für Stimmen und gesprochene Momente.

00:20:23: Sei es wenn ihr eine Rede auf einer Hochzeit einfangen wollt Geburtstagsgröße an eure Eltern schicken möchtet oder wenn ihr in eurem Fotoalben nicht nur Bilder, sondern auch Geschichten erzählen möchtet.

00:20:34: Und selbstverständlich kann man einen Soundcookie auch auf eine Postkarte kleben, wenn die Urlaubsgröße mal ein wenig länger ausfallen sollen!

00:20:41: Die Website von meinem Startup – da findet ihr noch alle Informationen – findet ihr in den Schornots verlinkt, schaut gerne mal rein.

00:20:47: und damit alles Gute und bis zum nächsten Mal!

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